Die Stadt - Geschichte

Königswinter bis zum Ende der kurkölnischen Zeit

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Belagerung von Königswinter durch Pfalzgraf Johann Kasimir 1583; Kupferstich einer Flugschrift des Truchsessischen Krieges

Eine im 1. Jahrhundert v. Chr. durch die Kelten errichtete Fluchtburg mit einem Stein- und Palisadenwall lässt sich auf dem Petersberg nachweisen. Archäologische Funde belegen jedoch, dass bereits 3500 v. Chr. Menschen auf dem Petersberg in Königswinter siedelten.

Spuren römischer Steinbruchtätigkeit ab 50 n. Chr. am Drachenfels und der Gebrauch dieser Steine in römischen Gebäuden in den Orten rheinabwärts sind weitere Zeugnisse menschlicher Tätigkeit in der Region. Königswinter entstand aus einer fränkischen Siedlung und wurde bereits 882 als „Winitorio“ bezeichnet.

Der Ort Königswinter wurde am 25. Februar 1015 erstmalig urkundlich als Winetre erwähnt. In dieser Urkunde schenkte Kaiser Heinrich II. dem Bonner Frauenstift Dietkirchen ein Gut, das ihm Graf Wilhelm und dessen Bruder Boppo in dem im Auelgau gelegenen Ort Winetre überlassen hatten. Es gibt jedoch Funde (so z. B. in Form eines fränkischen Grabsteines in Niederdollendorf), die auf das Jahr 680 n. Chr. zurückdatiert werden. Somit gab es zu dieser Zeit vermutlich schon Bewohner in der Region.

Das Stift Essen und das Kloster Heisterbach besaßen einen Hof im Ort. Königswinter gehörte zum kurkölnischen Amt Wolkenburg, welches die beiden Burgen Drachenfels und Wolkenburg sowie die Orte Königswinter und Ittenbach umfasste. Obwohl Königswinter eine Stadtmauer und damit eines der für eine Stadt typischen Merkmale hatte, besaß der Ort kein Stadtrecht, so dass er als sogenannter Flecken anzusehen war. Ein Angriff im September 1583 durch Truppen des Pfalzgrafen Johann Kasimir im Truchsessischer Krieg auf den Ort blieb erfolglos. Im Februar 1643 überfielen hessische Truppen Königswinter und plünderten den Ort. 1689 brannten fast alle Gebäude ab, weil französische Soldaten Königswinter plünderten. 1795 marschierten erneut französische Truppen in Königswinter ein.

Nach der Säkularisierung des Erzstiftes Kurköln 1803 fiel Königswinter an das Fürstentum Nassau-Usingen, 1806 an das Großherzogtum Berg und schließlich 1815 an das Königreich Preußen.


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Info

Wappen
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Regierungsbezirk: Köln
  • Höhe: 51–460 m ü. NN
  • Fläche: 76,19 km²
  • Breitengrad: 50° 41′ N
  • Längengrad: 7° 11′ O
  • Postleitzahl: 53639
  • Kfz-Kennzeichen: SU
  • Vorwahl: 02223 (Ortsnetz Königswinter) und 02244 (Ortsnetz Königswinter-Oberpleis)
  • Einwohner: ca. 41 395
  • Bevölkerungsdichte: 543 Einwohner je km²
  • Gemeindeschlüssel: 05 3 82 024
  • Adresse der Stadtverwaltung: Drachenfelsstraße 9–11
    53639 Königswinter
  • Website: www.koenigswinter.de